Goldener Schnitt

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Der Begriff ‚Goldener Schnitt‘ kommt eigentlich aus der Fotografie. Ein Motiv sollte nicht stur in der Bildmitte abgelichtet werden, da das zu langweilig aussieht. Harmonischer wirkt es, wenn es etwas seitlich versetzt ist. Das gilt auch für deine Filmaufnahmen.

Einteilung der Bildfläche in ein Raster

Keine Angst, es wird jetzt ein wenig mathematisch. Für den Goldenen Schnitt teilst du deine Bildfläche in 9 Teile. Zunächst einmal gehst du vom linken Bildrand um ca. 62 % nach Rechts. Bei einer Monitorbreite von 12 cm wären das also ca. 7,4 cm. An dieser Stelle ziehst du einen senkrechten Strich, natürlich nur gedanklich. Dann machst du dasselbe auf der anderen Seite: rechts starten, dann 62 % nach links rücken, und wieder einen Strich machen.

Nun hast du zwei Senkrechte Linien. Du benötigst aber noch zwei waagrechte. Du startest sowohl vom oberen als auch vom unteren Bildrand und gehst 62 % in die jeweils andere Richtung. Bei einer Monitorhöhe von 9 cm befinden sich deine Linien ca 5,6 cm vom Bildrand entfernt. Das Ganze sieht so aus:

Platzierung des Motivs

Dein Bildmotiv sollte sich möglichst auf diesen Linien oder außerhalb davon befinden, aber nicht in den beiden breiten Korridoren in der Mitte. Ideal ist eine Platzierung auf den Schnittpunkten. Manchmal reicht es, die gefilmte Person einen Meter weiter nach rechts oder links zu stellen, damit sie im Goldenen Schnitt und somit nicht mehr zentriert steht. Hier ein paar Beispiele: