Mikrofone & Kopfhörer

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Jeder Kameramann wird dir empfehlen, zu deiner Videokamera ein Richtmikrofon und einen Kopfhörer zu kaufen. Das Problem daran ist: Diese Anschlüsse sind inzwischen nur noch den hochpreisigen Profi-Modellen vorbehalten. Und welcher Einsteiger hat schon die Möglichkeit, gleich mit einer professionellen Videokamera einzusteigen? Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, unter den aktuellen Amateurgeräten eine Kamera mit externem Mikrofon- oder Kopfhörereingang zu finden. Bei manchen Handys ist die Möglichkeit gegeben, ein Mikrofon mit 3.5 mm-Klinkenstecker anzuschließen. Headsets verwenden denselben Anschluss.

Vielleicht gehörst du zu den glücklichen Menschen, welche eine Videokamera mit einem solchen Anschluss haben. An dieser Stelle werde ich dir sagen, warum der Einsatz von einem Richtmikrofon und einem Kopfhörer sinnvoll ist.

Richtmikrofone mit Kugel- und Nierencharakteristik

Bei einem Richtmikrofon richtet sich der Ton nach vorne. Er konzentriert sich auf das, was vor der Kamera stattfindet. Es gibt verschiedene Richt-Charakteristiken. Zwei davon möchte ich kurz erklären, da sie in der Videobranche wichtig sind.

Eingebaute Kameramikrofone haben meist eine Kugelcharakteristik. Das heißt, sie nehmen kugelförmig auf, also auch die Geräusche neben dir. Der Vorteil daran ist, dass dir nichts wichtiges entgeht. Der Nachteil überwiegt leider: Falls plötzlich ein lautes Geräusch in der Nähe der Kamera ertönt, wird es den normalen Ton reduzieren und diesem Geräusch den Vorzug geben. Du hast ständig Tonschwankungen. Richtmikrofone mit Kugelcharakteristik werden gerne bei Orchesteraufnahmen oder im Musiker-Heimstudio eingesetzt. Dann hört man auch die Backingvocals oder die Instrumente, die seitlich vom Mikrofon stehen.

Mikrofone mit Nierencharakteristik konzentrieren sich auf den Schall von vorne. Das was an der Seite passiert, wird kaum beachtet. Daher sind diese Mikros bei Videoaufnahmen ideal. Denn das Wichtige ist ja meistens das, was vor der Kamera passiert.

Unterschiedliche Mikrofonanschlüsse

Sollte deine Consumer-Kamera einen Mikrofonanschluss haben, wird dies aus platzsparenden Gründen ein 3,5mm-Klinkenstecker sein. An PCs und Laptops ist es meist der bekannte USB-Anschluss. Profigeräte haben einen XLR-Anschluss.

Beim 3.5 mm-Anschluss wird normalerweise eine handelsübliche Mignonbatterie eingelegt. Der Nachteil daran ist, dass du es nicht mitbekommst, wenn diese Batterie leer ist. Du musst also auf jeden Fall einen Kopfhörer benutzen, um keine böse Überraschung zu erleben. Die XLR-Profimikrofone werden über die leistungsstarke Batterie der Kamera gespeist und benötigen somit keine separate Stromversorgung.