Schuss und Gegenschuss

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Die Schuss-Gegenschuss-Technik setzt man ein, wenn sich zwei Personen oder auch Gruppen gegenüberstehen. Reportagen und Gespräche wirken somit professioneller, als wenn du sie immer nur von der Seite filmen würdest.

Mit der Kamera stellst du dich einmal hinter den einen Schauspieler, bei der Gegenschuss-Szene hinter den anderen. Du kannst die beiden in einer Halbtotalen oder einer Amerikanischen Einstellung filmen (siehe Beitrag Einstellgrößen). Filme dabei aber nicht nur die Gesichter in Großaufnahme. Interessanter wird die Aufnahmen, wenn die Schulter oder der Rücken des Zuhörenden im Vordergrund zu sehen ist.

Darauf solltest du achten

  • Filme zu Beginn eine Aufnahme in einer Totalen oder Halbtotalen, damit sich der Zuschauer orientieren kann. Dabei kannst du die Gesprächspartner ruhig seitlich filmen, wie sie sich gegenüberstehen.
  • Die Blickrichtung im Film muss stimmen. Da du über die Schulter des Zuhörers filmst, wird der Sprecher nicht geradeaus in die Kamera schauen, sondern leicht seitlich in deine Richtung. Schaut der eine links aus dem Bild (Kamera filmt über die rechte Schulter), muss der andere rechts hinaus schauen (Kamera filmt über die linke Schulter). In Bild 1 steht der Polizist rechts versetzt zum Banditen. D.h. in Bild 2 muss der Bandit links versetzt stehen. Diese Positionen haltet ihr während den Dialogszenen ein.
  • Die Sprecher müssen laut genug reden, da du mit der Kamera mindestens 2 Meter von ihm entfernt bist

Möglichkeiten von Schuss und Gegenschuss

  • Wechsel von Frosch- und Vogelperspektive: Zwei Personen unterhalten sich an einem Haus. Die eine steht auf der Straße, die andere schaut aus dem Fenster im oberen Stockwerk.
  • Anschlussszenen (siehe Beitrag Kopfkino): ein Gruppe rennt von der Kamera weg und verschwindet hinter einer Hausecke. In der Anschlussszene kommt sie erneut um die Hausecke gerannt, diesmal von vorne gefilmt. Alle müssen in derselben Position laufen wie in Szene 1, damit du beim Schnitt keinen Bildfehler bekommst.