Titel & Effekte

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Nachdem der Film geschnitten ist, fehlt noch der Titel. Die meisten Schnittprogramme, selbst der kostenlose Windows Movie Maker, bieten eine unheimlich große Palette an Vorlagen an. Es macht richtig Spaß, die unterschiedlichen Titel und die Effekte auszuprobieren. In der Endfassung deines Films solltest du dagegen sehr sparsam damit umgehen und nicht übertreiben. Den Zuschauer interessiert es nicht besonders, über welches Effekt-Repertoire dein Schnittprogramm verfügt. Trotzdem: Die Vorlagen sind meistens professionell und ersparen es, selbst einen aufwändigen Titel zu erstellen.

Der Titel im Spielfilm

Spielfilme beginnen mit einem Titel, und sie enden auch damit. Oder hast du schon mal einen Kinofilm gesehen, in welchem eines von beidem gefehlt hat? Der Eingangstitel wird am Anfang gezeigt. Dort kannst du die Namen oder die Fotos der Schauspieler zeigen. In Kinofilmen wird an dieser Stelle auch der Kameramann, die Regie usw. erwähnt. Der ‚Abspann‘ ist der Rolltitel am Schluss, in welchem alle Schauspieler und Mitwirkenden nochmals aufgelistet werden.

Der Titel ist ein Teil des Editoring, bei welchem ich persönlich sehr kreativ werde. Es macht unheimlich Spaß, einen Titel aus Text, Masken oder Bildern zu erstellen. Dazu die richtige Musik, und alle sind begeistert. Vielleicht zeigst du sogar ein paar Ausschnitte aus dem Film? Falls dir das alles zu aufwändig ist, wähle einen Titel aus den Vorlagen. Viele Schnittprogramme bieten neben den Standard-Titeln auch 3D-Titel an, die richtig gut aussehen.

Oben habe ich zwar erwähnt, dass du so wenig Schnickschnack wie möglich einbauen sollst. Denn an Effekten kann man sich schnell sattsehen. Beim Anfangstitel kannst du aber ein bisschen auf die Pauke hauen, da er sowieso nur einmal im Film erscheint.

Übrigens: Bei einem Krimi kannst du den Titel auch erst nach ein paar Minuten zeigen. Erstmal Spannung aufbauen und zeigen, um welches Motiv es in der Geschichte geht. An der spannendsten Stelle unterbrichst du den Film mit dem Titel. Du kannst dir sicher sein, dass der Zuschauer nicht abschalten wird. Er will wissen, wie es weitergeht.

Der Titel im Dokumentarfilm

Erklärfilme, Reisefilme, Dokumentationen: Hier sollte der Titel gleich am Anfang gezeigt werden. Du begrenzt dich auf den Namen des Filmes, eventuell einem Untertitel, sowie dem Namen des Kameramannes/der Kamerafrau. Beim Reisefilm kann noch das Datum gezeigt werden. Anschließend geht es direkt in den Kommentar über. Beim Online-Erklärfilm kann der Titel aus Zeitgründen bereits in das laufende Bild eingebunden werden.

Effektmasken

Schlüssellöcher, Ferngläser und Zielfernrohre: All das sind sogenannte Masken, welche du über das laufende Bild legst. Wenn der Gangster durch das Fernglas schaut, zeigst du in der folgenden Szene, auf was er es abgesehen hat. Über diese Szene legst du die Fernglasmaske. Oder ein Fernrohr mit Fadenkreuz. Einige Bearbeitungsprogramme bieten solche Masken an. Falls nicht, kannst du sie in einem Photoshop-Programm auch als PNG-Bild anlegen und abspeichern. Bei PNG wird – im Gegensatz zu JPG – ein Teil der Fläche ausgestanzt, so dass hinter der schwarzen Maske später der Film abläuft.